Alles Theater? The Horrifically Real Virtuality und Umami bei Venice VR

Allmählich wird es kalt in Berlin. Und da denke ich gerne an unser lauschiges Fleckchen im sonnigen Venedig zurück: Beim Lazzaretto Vecchio trafen sich im September zum zweiten Mal VR- und AR-Professionelle aus der ganzen Welt. Im grünen Innenhof tranken Kreative, Enthusiasten, Kritiker, Investoren, Distributoren und Skeptiker in trauter Eintracht ihren morgendlichen Cappuccino und schwatzen vergnügt über die virtuellen Welten. Gesprächsthema Nummer 1: Wie sich Theater und VR in Venedig fanden.

Wie The Great C den VR-Film revolutionieren kann

Bei Venice VR waren gleich mehrere hochkarätige VR-Filme zu erleben. Sie beweisen, dass narrative Werke durchaus das Zeug haben, als eigenständiges Genre in Virtual Reality zu bestehen. Im Wettbewerb zeigte neben Lucid auch The Great C, die Verfilmung einer Kurzgeschichte von Philip K. Dick, welch großes Potential vor allem im VR-Animationsfilm steckt. Ich hatte die großartige Gelegenheit, mit Regisseur Steve Miller darüber zu sprechen.

Lucid, mein neuer VR-Lieblingsfilm

Warum liebe ich Filmfestivals so sehr? Ein Grund ist, dass ich immer wieder überrascht werde. Nur auf Festivals stößt man bisweilen auf Perlen, die man ansonsten vielleicht niemals zu Gesicht bekommen hätte. Das  gilt für klassische Filme – und noch mehr für Virtual Reality-Erfahrungen. Der VR-Animationsfilm Lucid war genau solch eine Entdeckung für mich bei Venice VR, wo er seine Weltpremiere feiern konnte. Das mitreißende Abenteuer rund um ein Mutter-Tochter-Duo stellt die ganzen großen Fragen des Lebens – und zeigt fast nebenbei, wie sich eine Geschichte meisterhaft in VR erzählen lässt.